Warum eigentlich?

Als unser Joe 2022 kurzfristig ein kleines Ersatzfestival auf seinem Hof organisiert hat – nachdem das Puls Open Air ausgefallen war – wurde uns schnell klar, welches Potenzial dieser Ort hat. Zwischen Feldern, Bauernhofatmosphäre und einer spontanen Gemeinschaft entstand der Gedanke: Warum sollte hier nicht ein richtiges Festival mit Bühne und Bands stattfinden können?

Doch die Landwirt*innen unter uns kannten Joes Antwort:
„Naa, des geht jetz’ ned. Des Feld is’ bestellt. Da müsst’s scho die Fruchtfolge abwarten. Kommt’s in drei Jahren wieda!“

Und genau das taten wir.

2025 war es schließlich so weit. Mit rund 150 Gästen und Freund*innen starteten wir das erste Fruchtfolgefestival in FFB. Von Anfang an war unser Ziel: lokale Musiker*innen und Acts aus Nischengenres mit größeren Künstler*innen zu kombinieren, um ein vielfältiges musikalisches Programm und ein breites Publikum anzusprechen.

Auch 2026 geht die Reise weiter. Auf unseren Hopfen folgt die nächste Feldfrucht – und mit ihr ein weiteres Kapitel des Festivals, das stetig wächst.

Das Fruchtfolge Festival isT BUNT!

So wie ein Acker nur dann wirklich aufblüht, wenn verschiedene Feldfrüchte in natürlicher Folge wachsen dürfen, braucht auch Musik Vielfalt, damit sie uns berührt und verbindet. Aber am Ende sind es nicht nur die Töne, die bunt sein sollen – es sind die Menschen. Genau deshalb ist das Fruchtfolgefestival viel mehr als ein Musikereignis. Es ist ein Ort, an dem Unterschiedlichkeit gefeiert wird und an dem wir gemeinsam zeigen: Vielfalt macht uns stark.

Bei uns stehen Menschen im Mittelpunkt – mit all ihren Geschichten, Identitäten, Hoffnungen, Eigenheiten und Träumen. Wir glauben daran, dass Kultur nur dann lebendig ist, wenn alle Platz darin haben. Egal, wo du herkommst. Wen du liebst. Wie du aussiehst. Wie du dich fühlst. Oder wie du dein Leben lebst.

Wir wollen, dass sich alle auf unseren Flächen willkommen und sicher fühlt. Dass Fremde zu Freund*innen werden. Dass Musik Grenzen aufhebt, anstatt neue zu ziehen. Und dass unser Festival ein Raum wird, in dem Respekt, Wärme und Menschlichkeit spürbar sind!

Gleichzeitig ziehen wir eine klare Linie: Diskriminierung hat bei uns keinen Platz – in keiner Form. Wir stehen auf, wenn andere abwerten. Wir halten zusammen, wenn andere ausgrenzen.

Und wir sagen es laut und deutlich: Rechtsextremismus hat bei uns nichts verloren.
Wir glauben an eine offene, demokratische Gesellschaft, in der Freiheit, Vielfalt und Würde für alle gelten. Unser Festival soll ein Ort sein, der diese Werte schützt, sichtbar macht und aktiv lebt.

Denn wie auf dem Feld gilt auch für uns als wachsendes buntes Festival: Nur dort, wo Vielfalt wachsen darf, entsteht Zukunft.
Und genau diese Zukunft wollen wir beim Fruchtfolgefestival gemeinsam gestalten – bunt, laut, herzlich und frei.

Der Verein hinter dem Festival

Damit aus einem spontanen Sommerabend auf Joes Hof mehr werden kann – etwas, das bleibt, wächst und in der Region wirklich etwas bewegt – haben wir die Fruchtfolgefestival Förderfreunde e.V. ins Leben gerufen.

Wir sind ein gemeinnütziger Verein aus Fürstenfeldbruck, mit einer ziemlich einfachen Mission: Kunst und Kultur in unseren Landkreis bringen – und jungen Menschen einen Ort geben, an dem sie sich ausprobieren, mitmachen und ihren Platz darin finden können.

Wie das in der Praxis aussieht?

  • Wir holen Festivals, Konzerte, Ausstellungen und Workshops in die Region.
  • Wir schaffen Raum für Bildung rund um Musik, Kunst und Kultur – damit nicht nur zugehört wird, sondern auch gelernt, ausprobiert und selbst gemacht.
  • Wir unterstützen andere Projekte, die in die gleiche Richtung ziehen – besonders dort, wo junge Menschen gestärkt werden.

Wir machen das alle ehrenamtlich. Jeder Euro, der reinkommt – ob durch Spenden, Mitgliedsbeiträge oder Ticketverkäufe – fließt zurück in das, was wir hier aufbauen.